Heute Abend (Donnerstag) geht die nächste große Tour los. Vom IAESTE-Kommitee organisiert, bzw. vorgeschlagen (von Organisation kann ich nun wirklich nicht mehr reden), fahren wir zunächst mit vier Leuten von Accra nach Kumasi, wo wir auf andere PraktikantInnen treffen. Weiter gehts durch den Mole-Park in den äußersten Norden von Ghana und am Montag wieder zurück nach Accra.
Ich freu mich einerseits auf den Trip, habe aber auch ein bisschen Angst und werde sicher einige beinahe-Tode sterben. Zwischendurch habe ich vermutlich wieder kein Handy-Netz. Es wird mit Sicherheit extrem chaotisch und ich weiß noch gar nicht, wie ich es überhaupt schaffen soll. Wenn ich um 16 Uhr von der Arbeit nach Hause fahre, dort dusche, esse und packe und dann wieder zum Treffpunkt zurück fahre, wird es schon sehr spät sein und es gibt noch keine genauen Angaben. Dazu kommt, dass ich ohnehin total übernächtigt bin, denn ich kann hier schon in normalen Nächten nicht mehr als 5 Stunden schlafen. Abends ist der Fernseher so laut und die Leute im Haus schreien rum, aber ich kann trotzdem einigermaßen gut einschlafen. Allerdings wache ich morgens meistens vor Sonnenaufgang auf und kann nicht mehr schlafen. Oft werde ich um 4:30 von schreienden Priestern (oder aus der Moschee) geweckt. Diese Nacht hab ich tatsächlich nur drei Stunden geschlafen, weil wir gestern bei einer Reagge Night am Beach waren. Die Atmosphäre war ganz ok, aber ich bin halt nicht so der Party-Typ… Kommende Nacht dann im Bus… Es ist schon erstaunlich, was man alles aushalten kann.
Am Samstag, 10. Oktober, fliege ich zurück nach Deutschland. Der Sonntag, wenn ich wieder zurück bin, wird bestimmt einer der schönsten Tage meines Lebens oder noch besser der Montag, wenn ich in einem trockenen Bett (meins hier ist immer klamm) einfach nur in Ruhe liegen kann.
Die Arbeit ist bisher nicht besser geworden. Gestern war ein Tag, an dem ich wirklich nichts anderes gemacht habe als im Internet zu surfen und das von 8 bis 16 Uhr (eigentlich 17, aber ich gehe lieber etwas früher, weil ich sonst erst im Dunkeln zu Hause bin). Ich habe nach wie vor keine Person, die für mich zuständig ist. Manchmal frage ich die Kollegen, die eigentlich ganz nett sind, aber viel kommt dabei nicht rum. Die Arbeitseinstellung ist hier ganz anders. Manchmal sitzen vier Leute vor einem Computer und unterhalten sich einfach nur stundenlang. Wenn ich hier nicht arbeite, wird das also nur sehr bedingt als etwas Sonderbares empfunden.
Tags: Arbeitsmoral
24. September 2009 um 18:42 |
Hallo Karolina,
ich finde es gut, dass Du im Oktober zurückkommst.
Hoffentlich kannst Du die restlichen Tage noch ein wenig genießen und findest bessere Trotro-Fahrer als zuletzt.
Pass’ bis dahin gut auf Dich auf.
Kalle
26. September 2009 um 03:02 |
Kurze Info: Karo ist am Tagesziel angekommen. Dort gibt es allerdings kein Wasser in ihrem Bad…
26. September 2009 um 09:31 |
Hallo, liebe Karolina,
da bin ich ja schon mal erleichtert ( bestimmt nicht als Einzige ), dass eine Etappe geschafft ist. Hoffentlich bleibt es bei guten Nachrichten. Ich freue mich sehr, dass das Experiment Afrika bald abgeschlossen ist und hoffe, dass du bis dahin alle Schwierigkeiten, die ja in der Luft liegen, noch irgendwie in den Griff kriegst. Auch wenn wir hier in Deutschland dir nicht wirklich helfen können, spürst du bestimmt unsere Energie, die dich begleitet.
Liebe Grüße von Ulrike
27. September 2009 um 04:24 |
Auch heute gut angekommen, morgen steht eine sehr lange Bustour an, erst ganz in den Norden, dann zurück nach Accra.
27. September 2009 um 07:52 |
An “Spatz”,
danke für deine Infos,es ist gut, gute Nachrichten zu erhalten,
liebe Grüße von Ulrike
27. September 2009 um 23:06 |
Und heute in Kumasi wieder angekommen. Morgen geht’s dann zurück nach Accra.
28. September 2009 um 19:09 |
Und auch in Accra angekommen.