Cape Coast, Kakum, Butre & Busua Beach

Sonntag, 04.10.09

Ich stelle gerade mit Schrecken fest, dass meine Laptop-Tastatur von kleinen Ameisen bevölkert ist, ansonsten gehts mir aber sehr gut, da ich soeben von einem erfolgreichen Trip zurückgekehrt bin.

Früh am Samstag machte ich mich zusammen mit dem Griechen, Greg, auf den Weg. An diesem Tag sollten wir in neun verschiedenen Trotros und zwei Taxis sitzen. Der erste Programmpunkt war der Kakum Nationalpark mit seinen Hängebrücken. Es war einfach perfekt, endlich mal Ecotourism, so wie ich mir das vorstelle. Es gab eine Austellung über den Regenwald und Biodiversität und wir hatten ein sehr professionellen Guide ganz für uns alleine. Der Weg über die Brücken, die zwischen riesigen Bäumen über den Regenwald gespannt waren, war wirklich klasse. Es hat ganz schön geschaukelt, aber ich habe keine Höhenangst. Für mich wars die beeindruckenste Sehenswürdigkeit in Ghana.

Das Cape Coast Castle, die Sklavenburg war dagegen eher Touristen-Pflichtprogramm und ich war froh als wir endlich aufgebrochen sind zum Strand. Eigentlich wollten wir vor Einbruch der Dunkelheit dort sein, doch der Butre Beach liegt sehr abgeschieden und so fuhren wir in der Dämmerung mit dem Taxi auf einer Straße, die man nicht einmal mehr als Weg bezeichnen kann. Doch der traumhafte Strand rechtfertigte den beschwerlichen Weg. Unglücklich war nur, dass wir in einem eher ungepflegten Guest House übernachteten, denn genau über diesen Strand hatte ich schon in Deutschland gelesen, dass dort eine ganz tolle, saubere Unterkunft zu finden sei. Doch wir hatten keine Wahl, da sich dort schon andere IAESTE-Praktikanten eingefunden hatten, die wir treffen wollten. Ich musste also zunächst ohne Toilettenpapier auskommen und geschlafen habe ich in Jeans und langärmligen Shirt, zum einen gegen die Moskitos, zum anderen, weil die Matratze so eklig war.

Das Essen war dafür prima (auch wenn ich noch unter dem Durchfall leide, den ich mir beim letzten Trip eingefangen habe). Ich habe Pizza mit Ananas, Nüssen, Bananen und Curry gegessen… super lecker! Es ist echt schade, dass ich das ghanaische Essen zuletzt so wenig genießen konnte. Ich würde gerne alles ausprobieren und viel essen, aber die Magenprobleme verhindern das.

Am nächsten Morgen sind wir über einen kleinen Berg zum Busua Beach gewandert, der den Eindruck vermittelt, dass Ghana das neue Thailand sein könnte. Einige, wenige Touristen waren dort, die meisten Surfer, ansonsten nur der idyllische Strand und ein kleines, nahegelegenes Fischerdorf.

Die Rückfahrt war, wie die Hinfahrt, ganz ok, nur ein Schreck blieb nicht aus, als wir kurz vor dem Ziel an zwei Fahrzeugen vorbeifuhren, die kurz zuvor einen frontalen Zusammenstoß gehabt haben müssen. Das eine, ein Taxi, war auf eine Länge von etwa 1,5 m zusammengequetscht. Mir ist es ein Rätsel wir der Fahrer es geschafft hat aus dem Auto herauszukommen.

Übrigens löst diese Ghana-Reise, auch wenn ich früher zurückkomme als ursprünglich geplant, in mir den Wunsch aus noch viel mehr von der Welt zu sehen. Ich denke, ich werde viele Dinge ganz anders wahrnehmen als vorher. Ich muss z.B. ständig an Las Vegas denken und hab komischerweise das Bedürfnis diese Stadt doch nochmal zu besuchen. Auch in Deutschland würde ich gerne solche Wochenendtrips wie hier machen, gleich am ersten Wochenende, wenn ich zurück bin, findet der Bundeskongress der Grünen Jugend in Weimar statt. Ich bin gespannt, ob ich den Schlafplatz in der Turnhalle als Luxus empfinden werde…

Busua Beach

Kakum

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4 Antworten zu „Cape Coast, Kakum, Butre & Busua Beach“

  1. Christoph sagt:

    Die Brücke erinnert mich an meine Lieblingssendung bei RTL: “Ich bin eine Karolina, holt mich hier raus” ;-)

  2. Kalle sagt:

    Hallo Karolina,

    ich dachte, Du hättest nun genug von solchen Reisen und würdest Dich in nächster Zeit erstmal mit dem Bremer Bürgerpark begnügen.

    Kalle

  3. Umumba sagt:

    Der Bremer Bürgerpark dürfte in nächster Zeit angesichts des Wetters aber auch keine dauerhafte Urlaubslösung sein. ;-)

    Freitagnacht wäre übrigens in Weimar der Luxus eines Hotels nicht ganz von der Hand zu weisen. ^^

  4. Barbara sagt:

    Hallo Karo,
    wie schön, dass du am Schluss noch gute Eindrücke aus Ghana mit nach Bremen bringen kannst! Falls du in Weimar außerhalb der Kongresszeiten noch Luft hast, …, ich hätte da ein paar Vorschläge.

    Bis bald
    Barbara

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